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ÖsterREICH für Alle GLEICH
Aktion zu Traiskirchen: Raum für Flüchtlinge Mittwoch, 19.12., 18 Uhr, vor dem Innenministerium (Herrengasse) Auf Weisung werden Flüchtlinge derzeit trotz freier Plätze abgewiesen. Seit geraumer Zeit werden Schutzsuchende vom Flüchtlingslager Traiskirchen weggeschickt, weil die Lagerverwaltung sie auf Weisung des Innenministeriums nicht aufnehmen darf. Es gäbe 3.000 Plätze, aber nur 1.000 Personen dürfen aufgenommen werden. Die Betreuungs-NGOs sind vom Ansturm überfordert. In den umliegenden Pfarren gibt es für die zu ihnen geschickten Menschen längst keine Schlafplätze mehr. Seitdem im Innenministerium an den Plänen für die Privatisierung der Bundesbetreuung gearbeitet wird, sind kaum mehr Kulanzlösungen für vorübergehende Nächtigungen von Flüchtlingen in Traiskirchen möglich. Entsprechende Gesuche der Betreuungsorganisationen stießen bisher auf taube Ohren. Schon in den letzten Tagen sind die Temperaturen auf minus 15 Grad und weniger gesunken. Die Situation der unterkunftslosen Flüchtlinge verlangt dringendst nach einer Lösung. Schon letzte Woche ist eine Mail-Aktion an den Innenminister angelaufen – viele Menschen schicken Emails an ernst.strasser@bmi.gv.at mit folgendem Wortlaut: "Sehr geehrter Herr Bundesminister Strasser! Ich habe erfahren, daß seit mehreren Wochen Flüchtlinge von den dort tätigen Betreuungsorganisationen abgewiesen werden müssen, weil es zu wenig Unterbringungsmöglichkeiten gibt. Diesbezügliche Gesuche der Betreuungsorganisationen wurden beim Innenministerium bisher offenbar nicht gehört. Sehr geehrter Herr Minister! Wenn jemand erfriert, dann sagen Sie nachher nicht, Sie wurden zu spät informiert. Sie sind verantwortlich!" Das Kampagnendach "ÖsterREICH für alle GLEICH" veranstaltet am Mittwoch dem 19.12.2001 um 18.00 vor dem Innenministerium in der Wiener Herrengasse eine Aktion mit dem Titel "Raum für Flüchtlinge" Einige alte Möbel werden vor dem Innenministerium placiert - Möbel unter freiem Himmel - ohne Dach über dem Kopf. Menschen wärmen sich an einer Feuertonne und verlesen Informationen oder Versprechungen gegenüber Flüchtlingsorganisationen aber auch Gesetzesstellen oder Stellen aus der Menschenrechtskonvention und der Genfer Flüchtlingskonvention. "ÖsterREICH für alle GLEICH" fordert: - Unterkunft für Flüchtlinge - ihre soziale Absicherung - und die Möglichkeit ihres uneingeschränkten Zugangs zum Arbeitsmarkt und Bildung Außerdem ergeht die Aufforderung an alle Flüchtlingsbetreuungsorganisationen, Absprachen für einen Boykott der Privatisierung der Bundesbetreuung zu treffen. Kontaktperson: Philipp Sonderegger (SOS-Mitmensch) Tel.: 524 99 00 (Büro), 06991 767 77 87 Diesen Artikel bookmarken: |
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