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Preisträger der Dr. Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte (1991)

Michael Genner, Obmann von Asyl in Not, ist Preisträger der Österreichischen Liga für Menschenrechte (2011) für besonders couragierte Verdienste zur Umsetzung des Menschenrechts auf Asyl.


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Bezirkshauptmannschaft Baden:

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Ungeheuerliche Menschenrechtsverletzung
Asyl in Not leitet den folgenden Bericht des Vereins „Purple sheep“ weiter.

Das ändert nichts an unseren kritischen Stellungnahmen zu bestimmten Vorgangsweisen dieses Vereins, die wir voll aufrecht halten; siehe dazu unsere früheren Berichte. Aber gegen solche Ungeheuerlichkeiten müssen alle NGOs gemeinsam vorgehen.

 
Die (für Traiskirchen zuständige) Fremdenpolizei der Bezirkshauptmannschaft Baden ist uns in den vergangenen Jahren immer wieder aufgefallen; so etwa:
 
 
Es ist Zeit, daß dort gründlich aufgeräumt wird.
Auch dafür demonstrieren wir am 27. April.
 
Michael Genner, 
Obmann von Asyl in Not



Purple sheep, Aussendung vom 25.3.2011:
Ani R. wird vorerst nicht abgeschoben 

Trauriger Hintergrund: Die für gestern Vormittag geplante Überstellung
nach Litauen war aufgrund einer medizinischen Fehleinschätzung der BH Baden
nicht durchführbar.
 
Diese bezog sich auf die Unterlagen der Asylbehörde, in der das schwer behinderte Mädchen als „in ihrer Entwicklung leicht geistig zurückgeblieben“ eingestuft wurde. Es bedarf jedoch eines Umbaus im AUA-Flieger um Ani, die nicht stehen, sitzen und gehen kann, sicher abzuschieben.

Bei der geplanten Überstellung von Simmering in ein anderes Familienanhaltezentrum in Bad Vöslau verlor die Mutter Anis jedoch die Nerven. „Ani begann während des Packens lauthals zu schreien, die Mutter fühlte sich der Situation nicht mehr gewachsen und brach vollkommen zusammen!“ so Klaric, die im ehem. Kardinal König Haus als Vertreterin anwesend war. Ein zu Hilfe gerufener Sanitäter konnte nicht helfen, verzweifelt wurde die Rettung alarmiert.

„Doch die BH Baden erlaubte keinen Abtransport ins Spital,“ so Klaric. Die Rettungssanitäter riefen in der Folge den Notarzt zu Hilfe. „Er injizierte Ani ein Beruhigungsmittel, die Situation schaukelte sich mehr und mehr auf, das Mädchen beruhigte sich nur kurz, die Mutter gar nicht!“
 
Der Notarzt veranlasste die Überstellung der beiden in entsprechende Spitäler, doch abermals legte die BH Baden ein Veto ein.
 
„ Die Frau und das Kind schrien und weinten stundenlang, wir hörten es bis auf die Straße!“ so Kurosch Allahyari, Sprecher des Vereins Purple Sheep.

Während ein weiterer Rettungswagen angefordert wurde um Mutter und Kind getrennt zu überstellen, musste auf Anweisung der BH - gegen den Rat des Notarztes – vor Ort versucht werden, die beiden zu beruhigen.

Nach einer weiteren Stunde traf die von der BH Baden eigens geschickte Ärztin aus dem Lager Traiskirchen ein, die keine Untersuchungen durchführte, sondern probierte, die Mutter zu einer Überstellung zu bewegen. “Sie können mit ihrer Tochter bleiben und mitfahren, oder sie werden alle voneinander getrennt!“

„Es war schrecklich. Die Frau untersuchte Ani gar nicht. Über Stunden waren Sanitäter und Notarzt abgestellt und konnten nicht weiterarbeiten. Das gesamte Personal vor Ort war bereits über 26 Stunden im Einsatz. Die BH Baden versuchte auf Biegen und Brechen, eine Deeskalation oder einen Aufenthalt im Spital zu verhindern. Durch die lange Wartezeit
verschlimmerte sich der Zustand der beiden dramatisch.“ so Klaric.

Letztendlich musste die völlig aufgelöste Mutter auf einem Stuhl festgeschnallt zum Rettungsauto transportiert werden. Auf der Fahrt in die Psychiatrie erlitt sie einen Krampfanfall.

Ani wird im Moment im Beisein des Vaters in einem anderen Spital betreut.
Wie es weitergeht, ist laut Purple Sheep ungewiss.  
 
„Die BH Baden ist für ihre menschenunwürdigen, überzogenen fremdenpolizeilichen Maßnahmen bekannt und ist mit allem zu rechnen. Die Qual des Mädchens hätte mit dem Eintreffen des Notarztes und Befolgung seiner Anweisung sofort beendet werden können. Schlimmer hätte es für alle Beteiligten nicht sein können. Alle waren betroffen, auch die Beamten selbst,“ so Allahyari abschließend, der sich bei den Wiener Beamten bedankt,“ die alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchten, um das Wohlergehen des Kindes und seiner Eltern nicht zu beeinträchtigen.“

Rückfragehinweis:
Kurosch Allahyari
Verein Purple Sheep
pr@purplesheep.at

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110325_OTS0141/ani-r-wird-aus-gesundheitlichen-gruenden-vorerst-nicht-abgeschoben
 
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