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Preisträger der Dr. Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte (1991)

Michael Genner, Obmann von Asyl in Not, ist Preisträger der Österreichischen Liga für Menschenrechte (2011) für besonders couragierte Verdienste zur Umsetzung des Menschenrechts auf Asyl.


Adresse:
Währinger Straße 59/2/1
1090 Wien

Beratungszeiten:
Mo. von 9 bis 15 Uhr

Telefonische Auskünfte:
Mo. bis Fr. von 10 bis 12 Uhr

 

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Cold case: OMOFUMA

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MORD VERJÄHRT NICHT
Erster Mai 2009 – zehn Jahre danach

Wir trauern um Marcus Omofuma. Er wurde vor zehn Jahren, am 1. Mai 1999, im Abschubflieger von Fremdenpolizisten umgebracht. Er war eines von vielen Opfern einer langen Kette rassistischer Gewalt.

 
Den Tätern ist nichts geschehen, sie laufen frei herum. Der Tatbestand des Mordes wurde von keinem unabhängigen Gericht geprüft, weil die weisungsgebundene Staatsanwaltschaft dieses Delikt gar nicht angeklagt hat.
 
Die verhängten Bagatellstrafen signalisierten allen Nachfolgetätern: Die Tötung eines „Fremden“, eines „Schwarzen“ gar, bleibt hierzulande ungesühnt.
 
Daher sind noch weitere Opfer gefallen: Wir trauern um Imre Bartos, um Seibane Wague – stellvertretend für viele. Auch in diesen Fällen blieben die Täter ungeschoren.
 
Daher dauert die Gewalt auch heute noch an: Michael Brennan, US-amerikanischer Lehrer an der Vienna International School, wurde am 11. Februar 2009 von österreichischen Polizisten schwer verletzt.
 
Und immer wieder, in jedem Fall, die staatliche Schmutzkübelkampagne: Die Opfer sind selber schuld! Der Überfall auf Mike Brennan war „von den gesellschaftlichen und rechtlichen Werten unserer Stadt, unseres Landes getragen“, erklärt uns, mit einem Zynismus sondergleichen, der Polizeipräsident.
 
Wir gedenken aber auch der vielen namenlosen Opfer. Tag für Tag verschwinden Menschen in der Schubhaft, werden Familien auseinander gerissen, werden Kinder nachts aus den Betten gerissen, werden Väter vor den Augen der Kinder in Handschellen abgeführt.
 
Sie sind Opfer eines rassistischen Systems, das ständig neue Sondergesetze gegen „Fremde“ hervorbringt und von eigenst ausgewählten und geschulten Beamten exekutieren lässt. Daher ist der Prozentsatz an Rassisten in diesem Bereich auch höher als sonst in der Bevölkerung.
 
Der Anschlag auf Mike Brennan und die unverschämte Reaktion der Polizei hat vielen Menschen die Augen geöffnet. Am Ersten Mai 2009, Omofumas zehntem Todestag, wollen wir auf die Straße gehen:
 
Kein Mensch ist illegal! Bleiberecht! Abschaffung aller Sondergesetze! Gleiche Rechte für alle! Die Menschenrechte müssen wieder gelten in diesem Land!
 
KUNDGEBUNG, anschließend DEMONSTRATION
Freitag, 1. Mai 2009
Treffpunkt: 14 Uhr, Omofuma-Stein
U 2-Station Museumsquartier /  Mariahilferstraße
 
Asyl in Not, 1090 Wien, Währingerstraße 59, www.asyl-in-not.org
Wiener Integrationskonferenz, 1050 Margaretengürtel 96/4, www.wik-vernetzungsbuero.at
 
P.S.:
 
Organisationen, die die Aktion unterstützen und auf unserem Plakat genannt werden wollen, bitten wir, uns dies bis DONNERSTAG, 2.4. 2009, elektronisch (mit Logo) mitzuteilen:
 
 
Asyl in Not hat sich bereit erklärt, die Druckkosten vorzufinanzieren, da die Wiener Integrationskonferenz nach der skandalösen Streichung ihrer Subvention durch die Gemeinde Wien mittellos geworden ist.
 
Wir freuen uns aber über jeden Euro und jeden Cent von UnterstützerInnen dieser Aktion (seien es Organisationen oder Private).
 
Wir brauchen bei der Kundgebung auch eine Bühne und eine Tonanlage; wer uns das gratis zur Verfügung stellt, wird in allen weiteren Rundmails und während der Aktion lobend erwähnt.
 
Plakate, Flyer und Aufkleber können bei uns bestellt werden.
 
Für Eure Hilfe danken wir im voraus!
 
 
Spendenkonto:
Raiffeisen (BLZ 32000),
Kontonummer 5.943.139, Asyl in Not
 
 
 
 
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