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Preisträger der Dr. Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte (1991)

Michael Genner, Obmann von Asyl in Not, ist Preisträger der Österreichischen Liga für Menschenrechte (2011) für besonders couragierte Verdienste zur Umsetzung des Menschenrechts auf Asyl.


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Das ist Dublin: Kinder im bulgarischen Gefängnis…

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Und dorthin will man die Familie abschieben!


Filiz (eine syrische Kurdin) ist mit ihren drei Kindern geflüchtet. Sie wollte zu ihrem Mann, der in Bulgarien subsidiären Schutz hat. Sie flüchtete zuerst in die Türkei und suchte dort um ein Visum für Bulgarien an. Das Visum bekam aber nur sie - nicht die Kinder! Weil die Kinder als “staatenlos“ gelten, nach irgendwelchen aberwitzigen, antikurdischen syrischen Paragraphen. Und „Staatenlose“ läßt man nicht nach Bulgarien hinein. Auch nicht, wenn ihre Eltern dort leben… Nicht vergessen: Bulgarien ist ein „sicherer Dublin-Staat“.
 
Filiz durfte also (und auch das nur nach Einschreiten des UNHCR) nach Bulgarien einreisen. Sie war hochschwanger und brachte gleich darauf ihr viertes Kind zur Welt. Die drei anderen brachte ein Schlepper aus der Türkei nach Bulgarien. Oder er versuchte es wenigstens.
 
Die drei Kinder wurden an der Grenze festgenommen und in ein Gefängnis gebracht, mit Erwachsenen auf engstem Raum. Sie durften ihre Mutter zunächst nur durch das vergitterte Fenster der Gefängniszelle sehen. Als sie bitterlich weinten und schrien, durfte Filiz für 15 Minuten in die Zelle hinein.
 
Die Kinder waren total übermüdet und erschöpft, sie waren hungrig, haben gefroren, waren durstig und total verdreckt mit Kot und Urin. Filiz versuchte, ihre Kinder etwas zu reinigen und zu trösten; sie hatte nichts zu essen oder trinken dabei und auch keine frische Kleidung. Auf einem Bett lagen 5 Männer und 1 Mädchen. Eine Polizistin war in der Zelle und hat Befehle geschrien.
 
Die Kinder kamen in ein anderes Gefängnis. Dort waren sie 5 Tage in Haft. Sie mußten mit ansehen, wie vermummte Wachpolizisten Gefangene mit Schlagstöcken prügelten. Vor ihren Augen wurde der Vater eines etwa 4 Jahre alten Mädchens zusammengeschlagen. Das Mädchen schrie vor Panik, worauf der Wachpolizist auch sie schlug. Um nicht geschlagen zu werden, stellten Filiz’ Kinder sich schlafend. Sie hatten furchtbare Angst.
 
Filiz schlief mit ihrem neugeborenen Baby auf der Straße neben dem Gefängnis. Dann endlich konnte sie die Kinder abholen. Sie waren mit Kot und Urin beschmutzt, ausgehungert, sehr durstig. Ja, und dann tat Filiz etwas ganz Schlimmes: Sie blieb nicht in Bulgarien. Sie flüchtete mit ihren Kindern nach Österreich weiter.
 
In Österreich lebt nämlich ihr Bruder. Er ist österreichischer Staatsbürger. Derzeit dient er als Soldat beim Bundesheer. Filiz und die Kinder wohnen nun bei ihm in Oberwart. Er sorgt für sie. Sie haben Asylanträge gestellt. Ein Happyend? Oh nein! Wir sind hier im Mikl-Leitner-Land. Oder soll man schon sagen: In West-Orbanistan?
 
Die Kinder sind schwer traumatisiert. Sie haben Panikattacken, Angst vor Flugzeugen (Bombenangriffe in Syrien) und Uniformierten (Erlebnisse in bulgarischer Haft). Sie sind nicht in Grundversorgung (also keine Krankenversicherung). Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl hart ein Dublin-Verfahren eingeleitet: Abschiebung nach Bulgarien geplant!
 
Asyl in Not hat die Vertretung übernommen. Wir haben eine ausführliche Stellungnahme eingebracht. Wir werden weiter berichten…
 
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