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Am 15. Juli des vergangenen Jahres ist der mauretanische Atomphysiker
Seibane Wague bei einer Amtshandlung der Wiener Polizei zu Tode gekommen. Rechtswidrig, wie nun auch von einem unabhängigen Senat (UVS) festgestellt wurde. Das ignorante Verhalten gegenüber rechtsstaatlichen Verfahren von Innenminister Strasser, Polizeipräsident Stiedl und der involvierten PolizistInnen behindert die lückenlose Aufklärung des Vorfalls. Das wollen wir nicht einfach hinnehmen. Deshalb bitten wir Sie, sich mit 30 Euro an einem selbstfinanzierenden Inserat zu beteiligen, das wir zunächst in einer österreichischen Tageszeitung schalten wollen. Den Inseratentext finden Sie untenstehend. Bitte informieren Sie uns ehestmöglich per mail an die Adresse mailto:seibane@sos-mitmensch.at, mit welchem Namen (Organisation oder Privatperson) Sie genannt werden wollen. Natürlich nehmen wir auch gerne anonyme Kostenbeiträge entgegen. Wir möchten aber auch diesmal zur Betonung der Überparteilichkeit auf die Unterstützung von wahlwerbenden Gruppen und deren (ehemaligen) SpitzenvertreterInnen verzichten. Wenn genügend Zusagen eingelangt sind, informieren wir Sie über den Zeitpunkt der Schaltung und die Zahlungsmodalitäten. Mit freundlichen Grüssen, Philipp Sonderegger, Sprecher von SOS-Mitmensch Wien, 10.2.04 Aufruf an Bundesminister Ernst Strasser Im Juli 2003 starb Seibane Wague in der Obhut der Polizei. Der Unabhängige Verwaltungssenat Wien hat festgestellt, dass die Polizei rechtswidrig gehandelt hat und dass der Atomphysiker Opfer von Verletzungen seiner Menschenrechte auf Leben sowie auf Schutz vor unmenschlicher Behandlung wurde. Herr Minister Strasser, Sie haben sich nach dem Tod Seibane Wagues demonstrativ hinter Ihre BeamtInnen gestellt und ihnen „angemessenes und ausbildungsgemässes“ Handeln attestiert. Für diese war Ihre Erklärung auch Ermutigung, vor einem unabhängigen Gericht gesetzeswidrig die Aussage zu verweigern und die menschenrechtliche Aufklärung zu behindern. Heute hingegen schweigen Sie! Dies empfinden wir als einen Angriff auf uns alle - auf die Grundlagen unseres Zusammenlebens. Es gehört zu den unverzichtbaren Grundsätzen eines demokratischen Rechtsstaates, dass BeamtInnen dem Gesetz entsprechend handeln. Und es gehört zur wesentlichen Aufgabe eines Ministers, die Gesetzmäßigkeit des Handelns seiner BeamtInnen durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen. Weiters müssen Organe, die das staatliche Gewaltmonopol mit der Waffe ausüben, unter besonderer Kontrolle durch unabhängige Institutionen stehen. Wir fordern Sie daher auf, sich bei der Witwe und der Familie des Verstorbenen für das geschehene Unrecht zu entschuldigen, zur festgestellten Menschenrechtsverletzung Stellung zu nehmen, sowie die gebotenen rechtlichen und politischen Konsequenzen zu ziehen. Für den Rechtsstaat und die Achtung der Menschenwürde aller in Österreich lebenden Menschen Engagierte *** Ende Inseratentext Diesen Artikel bookmarken: |
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