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Preisträger der Dr. Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte (1991)

Michael Genner, Obmann von Asyl in Not, ist Preisträger der Österreichischen Liga für Menschenrechte (2011) für besonders couragierte Verdienste zur Umsetzung des Menschenrechts auf Asyl.


Beratungszeiten:
Mo. von 9 bis 13 Uhr
Di. von 13 bis 18 Uhr

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Kunstasyl 2012
Spendenkonto: Raiffeisen 32000 Kontonummer 5.943.139
Adresse: Währinger Straße 59/2/1, 1090 Wien
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Eine Veranstaltung mit Michael Genner (Asyl in Not)
Freitag, 24. Mai 2013
Club 4, Stephansplatz 4, 1010 Wien

(Presseräume der Erzdiözese Wien, hinter dem Dom, gegenüber den Fiakern)

19:30 Uhr: Filmvorführung „Wadim“

Ein junger Mann, der in Deutschland zu Hause ist, wird von seiner Familie getrennt und in ein ihm völlig fremdes Land deportiert. Er kehrt zurück, hat aber keine Chance… Er stirbt als Opfer eines menschenverachtenden Systems.
 

21:00 Uhr: Podiumsdiskussion:
In Österreich sind alle willkommen – die auch wieder gehen…?

Filmvorführung und Diskussion zur Frage eines gerechten und menschenwürdigen Umgangs mit Migration und Asyl. Aus dem Veranstaltungsprogramm:

„Aus dem Evangelium heraus können Christen nicht anders, als Fremden bei sich ‚Heimatrecht‘ einzuräumen. Doch die Praxis führt an Grenzen. Ängste und Vorbehalte schaffen ein Klima im Land und auch unter Christen, das eine strenge Gesetzgebung begünstigt und diejenigen anklagt, die auf der Suche nach einer besseren Existenz oder auch nur nach deren Sicherung an die Türen der ‚reichen Länder‘ klopfen.“

Zu diesem Thema im Spannungsfeld zwischen rechtsstaatlicher Gesetzgebung und Humanität diskutieren im Anschluss an den Film:

Michael Genner (Asyl in Not), Klaus Schwertner (Caritas Wien), Oberst Josef Böck (Referat für Minderheiten in der Wiener Polizei, Obmann von „Fair und sensibel“); Betroffene, die eine Existenz aufbauen konnten. Moderation: Irene Brickner (Der STANDARD).
 

Asyl in Not führt gerne den Dialog mit Andersdenkenden. Daher haben wir die Einladung zur Teilnahme an der „Langen Nacht der Kirchen“ gerne angenommen.
Wir sind eine nichtstaatliche und nichtreligiöse Organisation; aber wir arbeiten auch mit ChristInnen zusammen, soweit sie bereit sind, am Kampf für das Menschenrecht teilzunehmen und ein Stück unseres Weges mit uns zu gehen. Wir wünschen daher dieser Veranstaltung guten Besuch und viel Erfolg.

Spendenkonto:
Raiffeisen (BLZ 32000)
Kontonummer 5.943.139, Asyl in Not
  
Online spenden:
 

Kenan S. ist wieder in Österreich bei seiner Frau und seinem Kind. 

Unsere LeserInnen werden sich erinnern: Im vergangenen Sommer sollte unser Klient Kenan, ein Menschenrechtsaktivist aus der Türkei, dessen Asylantrag rechtswidrig abgewiesen worden war, in die Türkei deportiert werden.  Eine Protestaktion am Flughafen verhinderte dies; unser Dank gilt allen, die daran teilnahmen, ganz besonders einer Flugpassagierin, die im Flugzeug ihre Empörung kundtat, sodaß der Kapitän sich weigerte, Kenan mitzunehmen.
 
Link: Soll schon wieder ein Kind seinen Vater verlieren?

Kenan hatte auch beim Magistrat einen Antrag auf ein Visum gestellt; dieser war in zwei Instanzen abgewiesen worden, da er vom Ausland aus zu stellen sei; im Berufungsbescheid des Innenministeriums stand, Kenan sei die (vorübergehende) Trennung von Frau und Kind zumutbar, weil er nach Antragstellung bei der österreichischen Botschaft ohnedies in kurzer Zeit ein Visum bekäme.  

Auf meinen Rat beschloß Kenan daher, dieser Zusage zu vertrauen, freiwillig in die Türkei zu reisen und einen Botschaftsantrag zu stellen.  Teile der Fremdenpolizei versuchten, diese Lösung zu torpedieren und Kenan doch noch zu verhaften und abzuschieben, sodaß er auf achtzehn Monate gesperrt gewesen wäre und erst danach einen Botschaftsantrag hätte stellen können. Dieses infame Manöver unterbanden wir durch neuerlichen öffentlichen Protest.  

Link: Abschiebung verhindert

Kenan ist dann, wie vorgesehen, auf freiem Fuß in die Türkei gereist, hat bei der österreichischen Botschaft ein Visum beantragt und es jetzt mit unserer Hilfe auch (vergleichsweise sogar schnell) bekommen.   

Bis dahin waren noch mancherlei Hürden zu überwinden, Asyl in Not ist aber dran geblieben: Unser Büroteam war immer wieder mit Telefonaten hinter der zuständigen MA 35 her, auch beim Innenministerium mußte ich noch einmal intervenieren, aber jetzt ist es geschafft. Kenan ist angekommen und mit seiner Familie vereint.   

Der glückliche Ausgang ist ein Erfolg der parteiischen Rechtsvertretung durch Asyl in Not und einer breiten politischen Solidarität, wofür wir allen Beteiligten herzlich danken; ein Beweis mehr, daß Widerstand sich lohnt.  

Michael Genner Obmann von Asyl in Not 

Spendenkonto:  Raiffeisen (BLZ 32000), 
Kontonummer 5.943.139, Asyl in Not  
Online spenden: http://www.asyl-in-not.org/php/spenden.php

Ein Bericht unserer Rechtsberaterin Mag. Anna Resch
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Asyl in Not hat von 2010 bis Anfang 2013 eine kleine Förderung von der Europäischen Kommission bekommen. Überraschenderweise für ein Projekt, das sich der Rechtsberatung im Dublin-Verfahren widmet. Wir vertraten Österreich in einer transnationalen Partnerschaft unter Leitung der französischen NGO „Forum Réfugiés“.

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Ali gehört der Volksgruppe der Hazara an, die den Taliban seit jeher ein Dorn im Auge war. Er war Hirte in einer afghanischen Region, in der die Taliban gerade heute wieder sehr aktiv sind. Schon seinen Vater hatten die Taliban umgebracht; da war er noch ein Kind. Auch sonst hat er viele tote Menschen gesehen. Aber das erzählte er nur mir, bei der Vorbereitung auf den Asylgerichtshof.


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