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Frau Prokop ist nach Moskau gefahren. Sie will, daß Russland „illegale Migranten“ zurücknimmt. Von den 35.000 im Vorjahr aufgegriffenen illegalen Einwanderern wären 35.000 aus Russland gekommen, fast alle aus Tschetschenien. O-Ton Prokop: „Viele kommen als Tschetschenen getarnt“. Man wisse „sehr genau, daß sich viele als Tschetschenen ausgeben, aber keine sind.“ („Der Standard“, 5.9.2005). Frau Prokop und ihre Ratgeber wissen es vielleicht nicht: Aber Tschetschenisch ist eine eigene Sprache. Keine indogermanische wie Russisch, sondern eine kaukasische Sprache, also ganz anders. Die Asylbehörden in Österreich führen Sprachtests durch und prüfen die Asylwerber auch auf ihre Kenntnis tschetschenischer Sitten und Gebräuche. Dem UBAS stehen tschetschenische Dolmetscher zur Verfügung. Daher kann sich niemand als Tschetschene „tarnen“. 90 Prozent der aus Russland stammenden Asylwerber erhalten in Österreich Asyl – weil das Ermittlungsverfahren ergibt, daß sie echte Tschetschenen sind und von Russland verfolgt werden. Frau Prokop erwähnt eine „Zusage“ Russlands, Datenschutz und Menschenrechte einzuhalten. Glaubt sie wirklich, daß Putin „Zusagen“ einhält? Weiß sie wirklich nicht, was in Tschetschenien geschieht? Tag für Tag werden dort Menschen von Putins Geheimdienst verschleppt, gefoltert, umgebracht. Nachzulesen in den Protokollen der Asylbehörden. Illegale „Migranten“ aus Tschetschenien nach Russland „zurückzuführen“, ist Beihilfe zum Mord. Michael Genner Währingerstraße 59
Asyl in Not, |
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