zur Startseite
Home Medien über uns Archiv 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 Menschenschicksale Asyl in Not Spenden Aktivitäten Links Kontakt Impressum

Asyl in Not bei Facebook Spendengütesiegel

Preisträger der Dr. Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte (1991)




Beratungszeiten:
Mo. von 9 bis 13 Uhr
Di. von 13 bis 18 Uhr

zur Sitemap

Kunstasyl 2010
Achtung: neues Spendenkonto von Asyl in Not!
Raiffeisen 32000 Kontonummer 5.943.139
Suche starten

Schubhäftling seit drei Wochen im Hungerstreik

Druckansicht öffnen

Asyl in Not fordert seine sofortige Freilassung !
Der Schubhaftparagraph 76 muß weg.

Der tschetschenische Asylwerber Adlan S. sitzt seit seiner Ankunft in Österreich am 1. Februar 2007 im Polizeigefängnis Hernaler Gürtel in Wien. Vor drei Wochen ist er in den Hungerstreik getreten. Seine 17jährige schwangere Frau Madina wurde getrennt von ihm im Lager Traiskirchen untergebracht. Sein Bruder Said Akhmed S. lebt als anerkannter Flüchtling in Wien.


Die Wiener Fremdenpolizei, die den Schubhaftbescheid erlassen hat, stützt sich auf den berüchtigten Paragraphen 76 Fremdenpolizeigesetz, dessen Rechtmäßigkeit der Verfassungsgerichtshof gerade prüft.
 
Adlans Frau Madina ist - einem psychotherapeutischen Befund des Vereins HEMAYAT zufolge - schwer traumatisiert und selbstmordgefährdet (siehe dazu unsere Aussendung „Schubhaft, Dublin und kein Ende“ vom 16.2.2007, www.asyl-in-not.org).
 
Adlan wurde am 2. März 2007 von einer Asyl in Not-Mitarbeiterin in der Schubhaft besucht. Sie fand ihn in einer sehr schlechten körperlichen und seelischen Verfassung. Er berichtete, er sei am Vortag bewusstlos zusammengebrochen und in ein Krankenhaus geführt worden, wo man ihm eine Infusion verabreichte; dann habe man ihn ins Gefängnis zurückgebracht.
 
Asyl in Not hat beim Unabhängigen Verwaltungssenat Wien eine Haftbeschwerde eingebracht, über die noch nicht entschieden wurde.
 
Die Wiener Fremdenpolizei, die den Haftbescheid verantwortet, hat nicht die geringsten individuellen Ermittlungen dazu angestellt, warum Adlan nicht gemeinsam mit seiner schwangeren Frau im „gelinderen Mittel“ untergebracht und von seinem asylberechtigten Bruder privat betreut werden kann.
 
Dieses Unterlassen jeder Ermittlungstätigkeit ist Willkür und daher Verfassungsbruch.
 
Adlan ist in seiner Heimat gefoltert worden; seine Gattin Madina berichtete dem Psychotherapeuten, daß sie mitansehen musste, wie er nackt nach Hause gebracht wurde, „blutend und überall grün und blau. Seither habe sie hinter dem Brustbein Schmerzen; die würden durch Erinnerungen und Angst noch stärker“.
 
Ihre Cousins, die mit den Russen kollaborieren, waren gegen ihre Ehe und bedrohten sie und ihren Mann und das ungeborene Kind mit dem Tod. Die Worte ihrer Cousins, sagt Madina, „wären viele Messerstiche. Die würden das Baby niemals leben lassen.“
 
Folteropfer im vermeintlichen „Asylland“ noch einmal einzusperren, von der Familie zu trennen, in Verzweiflung und Ungewissheit zu lassen, ist neuerliche Folter und daher ein ungeheuerliches Verbrechen gegen das Menschenrecht. Der derzeitige Innenminister trägt die volle persönliche Verantwortung dafür.
 
Asyl in Not fordert Adlans sofortige Freilassung. Schon jetzt halten wir fest: Wir werden die belangte Behörde für jede aus der Haft resultierende Verschlechterung seines Gesundheitszustandes politisch und rechtlich zur Verantwortung ziehen.
 
Michael Genner
Asyl in Not
 
Währingerstraße 59
1090 Wien
Tel. 0676 63 64 371
 
www.asyl-in-not.org
 
Spendenkonto:
 
Asyl in Not,
P.S.K., Kontonummer 92.034.400
 
Diesen Artikel bookmarken:
spacer
PfeilWieder ein Jahr überlebt...
PfeilDERWISCH: auch nach Weihnachten aktuell!
PfeilUnsere Erfolge
PfeilDer "Geschäftszweig" Asyl
PfeilPlatter will die Öffentlichkeit irreführen!
PfeilImmer wieder - schon Routine:
PfeilHappy-end für Tschetschenenfamilie
PfeilDrübergefahren!
PfeilEin Weihnachtsgeschenk zu Gunsten von Asyl in Not
PfeilDemonstration gegen Rassismus und Faschismus
PfeilDer nächste Polizeiskandal
PfeilInnenministerium: ein neuer Skandal
PfeilAsylgerichtshof
PfeilJuscha! Sieg beim Verwaltungsgerichtshof
PfeilVerfassungsgerichtshof:
PfeilTerminankündigung
PfeilSchikane gegen einen Krebskranken
PfeilKunst Asyl
PfeilHeute: Kunstauktion
PfeilGEGENABSCHIEBUNG
PfeilKunstAsyl
PfeilNach der Demonstration:
PfeilBLEIBERECHT !
PfeilKUNST ASYL
PfeilAsozial
PfeilEiner mehr...
PfeilBrief aus Vöcklabruck: Familie Berisha
PfeilEs ist psychische Folter!
PfeilProkop-Prozeß
PfeilFolter und Deportation
PfeilKein Problem ist gelöst
PfeilGewonnenes Verfahren:
PfeilEhe ohne Grenzen
PfeilWillkürakt der BH Neusiedl am See:
PfeilAsylamt Eisenstadt
PfeilWillkürakt der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See
PfeilIslam Asuchanov:
PfeilSolange der Verfassungsgerichtshof prüft:
PfeilDeportationsgefahr
PfeilGut- und Schlechtmenschen
PfeilAchtung: NOTRUF ASYL
PfeilEQUAL-Projekt
PfeilFlüchtlingsfest
PfeilFlüchtlingsfest
PfeilLeidensweg eines Flüchtlings aus Nigeria
PfeilAm 20. Juni ist Flüchtlingstag
PfeilFlüchtlinge aus dem Irak
PfeilWeg mit "Dublin"!
PfeilHilferuf aus Grein
PfeilProkop-Prozeß:
PfeilProkop-Prozeß
PfeilKundgebung
PfeilHerzloser Abschiebebescheid
PfeilKein Geschäft mit Cerberus !
PfeilReggae für Asyl in Not
PfeilEin Jahr Ehe ohne Grenzen
PfeilSchubhaft:
PfeilSchubhaft:
PfeilReggae für Asyl in Not
PfeilSchubhaft: Beschwerde gewonnen !
PfeilSchubhaft, Dublin und kein Ende
PfeilWer ist Schuld an den Asylkosten?
PfeilSchubhaft
PfeilProkop-Nachlese (fortgesetzt):
PfeilProkop-Nachlese:
PfeilSolidarität!
PfeilMorddrohungen
PfeilEntschuldigung!
PfeilDe mortuis nil nisi bene?
PfeilProkop ist tot

 
Asyl in Not
Asyl in Not

Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien