zur Startseite

Asyl in Not bei Facebook Spendengütesiegel



Preisträger der Dr. Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte (1991)

Michael Genner, Obmann von Asyl in Not, ist Preisträger der Österreichischen Liga für Menschenrechte (2011) für besonders couragierte Verdienste zur Umsetzung des Menschenrechts auf Asyl.


Beratungszeiten:
Mo. von 9 bis 13 Uhr
Di. von 13 bis 18 Uhr

zur Sitemap

Kunstasyl 2011
Achtung: neues Spendenkonto von Asyl in Not!
Raiffeisen 32000 Kontonummer 5.943.139
Suche starten

Triumph der Pressefreiheit

Druckansicht öffnen

Szymanski hat gezahlt

Wir haben uns durchgesetzt und unser Geld bekommen. Die erste Rate unserer Förderung aus den Mitteln des Europäischen Flüchtlingsfonds (10.000.- Euro = 50 %) ist vorige Woche auf unserem Konto eingelangt.

Das Innenministerium war wohl zur Einsicht gelangt, daß eine Weiterführung des Konflikts zu teuer und rechtlich aussichtslos wäre. Unser Rechtsanwalt hatte eine Klage angedroht, deren Einbringung sich nun erübrigt hat. Ein Sieg der Vernunft, ein Sieg der Pressefreiheit, ein Sieg auf der ganzen Linie für Asyl in Not.

Wie erinnerlich, hatte Sektionschef Szymanski die Zahlung verweigert, weil er im Internet einen Artikel entdeckt hatte, der vor zwei Jahren im "MUND" erschienen war. Darin hatte ich einen Beamten des Bundesasylamts einen "Schreibtischtäter" genannt. Szymanskis Ansinnen, den Artikel "aus dem Netz zu nehmen", haben wir als Anschlag auf die Pressefreiheit zurückgewiesen. Der Artikel ist weiterhin auf der Homepage des "MUND" (www.no-racism.net/MUND) (Archiv, 25.12.2000) zu sehen.

Angemerkt sei, daß Szymanski in der letzten Phase des Konflikts bemüht war, seinen Fehler gutzumachen. Allerdings erst nach einem Rüffel durch das Ministerbüros, das über seine unnötigen Eskalationen keineswegs amüsiert zu sein schien.

Eine Frage zum Schluß muß er sich von mir gefallen lassen: Er war doch ohnedies schon kaltgestellt und muß mit Jahresende in die Frühpension. Warum hat er sich das alles dann noch angetan? Gut gegangen ist es ihm dabei offenbar nicht.

Hat er etwa vermeint, er könnte sich - nach allerhand Demütigungen durch das Ministerbüro - an einem vermeintlich Schwächeren abputzen? Das ist ihm kläglich schiefgegangen. Nun, vielleicht wird er nächstes Jahr, nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst, Zeit und Lust haben, sich mit mir auszureden, bei einem Glasel Wein.

 

 Wir haben aus drei Gründen gesiegt:
 Erstens, weil die Rechtslage eindeutig war; ich verweise auf § 861 ABGB:

"Wer sich erkläret, daß er jemanden (...) etwas geben (...) wolle, macht ein Versprechen; nimmt aber der Andere das Versprechen gültig an, so kommt durch den übereinstimmenden Willen beyder Theile ein Vertrag zu Stande."

Szymanski hat uns 20.000 Euro versprochen; wir haben sein Versprechen durch unsere Unterschrift angenommen. Verträge sind einzuhalten. So ist das nun einmal.

Zweitens, weil wir keinen Augenblick lang auch nur den geringsten Zweifel an unserer Entschlossenheit zugelassen haben, den Konflikt auszufechten und zu Ende zu führen.

Drittens, weil die öffentliche Meinung auf unserer Seite stand. Ich danke besonders den BerichterstatterInnen im "Falter", im "Standard", in der APA und im "Kurier".

Asyl in Not wird weiterhin eine Speerspitze der Menschenrechtsbewegung sein. Wir bleiben unserem Leitbild getreu:

"Wir verstehen uns als politische Bewegung; wir verbinden konkrete (rechtliche und soziale) Hilfe im Einzelfall mit dem politischen Angriff auf ein ungerechtes System. (...) Das Unrecht hat Namen und Adresse. Wir decken Missstände auf und sagen, wer dafür die Verantwortung trägt".

Allen, die uns in diesem Kampf zur Seite stehen, danken wir herzlich für ihre Solidarität.

Michael Genner, Asyl in Not

spacer
PfeilRückblick
PfeilGerechtigkeit für Bülent
PfeilMigrantInnen wählen ! (II)
PfeilNach der Wahl
PfeilWählt MigrantInnen !
PfeilEs muß anders werden !
PfeilGroßer Erfolg der Kunstauktion
PfeilNoch zwei Wochen bis zur Wahl...
PfeilKaiser Josef und die Schreibtischtäter
PfeilAsyl in Not - Kunstauktion
PfeilHerr N. aus Afghanistan hat Asyl erhalten
PfeilKein Mitleid mit der Kobra
PfeilAngriff auf die Pressefreiheit
PfeilAsyl in Not - Kunstauktion, 24. Oktober, 19 Uhr, MUMOK
PfeilNeuwahlen
PfeilRecht muß Recht bleiben
PfeilErfolge - und Gefahren
PfeilFlüchtlingsfest (9. Juni 2002)
PfeilRassenjustiz
PfeilAufruf zum Ersten Mai
PfeilAntwort an Georg Bürstmayr
PfeilDringender Appell: Existenzsicherung für Flüchtlinge
PfeilMenschenrechtsbeirat: Stellungnahme von Rechtsanwalt Bürstmayr
PfeilSkandal im Menschenrechtsbeirat
PfeilÄgyptischem Flüchtling droht Auslieferung
PfeilOmofuma-Prozeß: Die Wahl des Anwalts kommt einem Schuldbekenntnis gleich.
PfeilProtest gegen Steinigung
PfeilSpeakers Corner, Stock im Eisen, 1. März, ab 15 Uhr. Österreich - für alle gleich!
PfeilHappy-end nach zehn Jahren
PfeilSonderbare Bilanzen

 
Asyl in Not
Asyl in Not

Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien