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Preisträger der Dr. Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte (1991)

Michael Genner, Obmann von Asyl in Not, ist Preisträger der Österreichischen Liga für Menschenrechte (2011) für besonders couragierte Verdienste zur Umsetzung des Menschenrechts auf Asyl.


Adresse:
Währinger Straße 59/2/1
1090 Wien

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Mo. von 9 bis 15 Uhr

Telefonische Auskünfte:
Mo. bis Fr. von 10 bis 12 Uhr

 

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Vereinsstatut 2015

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STATUTEN VON ASYL IN NOT - UNTERSTÜTZUNGSKOMITEE FÜR POLITISCH VERFOLGTE AUSLÄNDERINNEN UND AUSLÄNDER
 
Präambel:
 
Diese Statuten wurden auf Grund der Nichtuntersagung durch die Vereinsbehörde mit Wirksamkeit vom 6.3.1990 auf der Generalversammlung am 5.12.1989 beschlossen
Gültige Fassung ab der letzten Statutenänderung, beschlossen auf der Generalversammlung am 9.3. 2015:
 
 
§  1  Name, Sitz und Tätigkeitsbereich
 
Der Verein führt den Namen "Asyl in Not - Unterstützungskomitee für politisch verfolgte Ausländerinnen und Ausländer", hat seinen Sitz in Wien und erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Österreich.
 
§  2  Vereinszweck
 
Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die rechtliche und politische Unterstützung asylsuchender, subsidiär schutzberechtigter und asylberechtigter AusländerInnen. Er ist mildtätig im Sinne des § 37 der Bundesabgabenordnung.
 
§  3  Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes
 
(1)       Der Vereinszweck wird durch die in den Absätzen 2 und 3 angeführten ideellen und   
            materiellen Mittel erreicht.
 
(2)       Als ideelle Mittel dienen:
            a) die Einrichtung von Informations- und Rechtsberatungsstellen einschließlich der rechtlichen Vertretung von Asylsuchenden, subsidiär Schutzberechtigten und Asylberechtigten in allen nicht anwaltspflichtigen Verwaltungsverfahren.
            b) die Einrichtung eines Dokumentationsarchivs.
            c) die Durchführung von Versammlungen, Vorträgen, Diskussionsabenden,
               Ausstellungen und sonstigen Informationsveranstaltungen im Sinne des Vereinszwecks.
            d) die Herausgabe von Mitteilungsblättern, elektronischen Medien, Broschüren, Zeitschriften, Flugblättern,  Plakaten, Filmen und Videos.                                                    
 
(3)       Die materiellen Mittel werden aufgebracht durch:
            a) Mitgliedsbeiträge, Spenden, Sammlungen, Erbschaften, Unterstützungen und Subventionen sowie sonstige Zuwendungen
            b) Erträgnisse von Veranstaltungen und Unternehmungen des Vereines
 
§  4  Mitgliedschaft
 
(1)       Die Mitglieder des Vereins können ordentliche, fördernde oder Ehrenmitglieder
            sein.
(2)       Ordentliche Mitglieder sind jene, die sich voll an der Verwirklichung der Ziele des
            Vereines beteiligen.
(3)       Fördernde Mitglieder sind solche, die die Vereinstätigkeit durch ideelle und                                          
            materielle Unterstützung fördern.
(4)       Ehrenmitglieder sind Personen, die hiezu wegen besonderer Verdienste um den Verein 
            von der Generalversammlung auf Antrag des Vorstandes ernannt werden.
 
§  5  Erwerb der Mitgliedschaft
 
(1)       Mitglieder des Vereins können alle physischen Personen, die Ziele und Statuten des
            Vereins anerkennen, sowie juristische Personen werden.
(2)       Vor der Konstituierung des Vereines erfolgt die (vorläufige) Aufnahme von Mitgliedern
            durch die ProponentInnen.
(3)       Nach der Konstituierung erfolgt die Aufnahme von ordentlichen 
            Mitgliedern durch den Vorstand, die Aufnahme der fördernden Mitglieder durch         erstmalige Bezahlung des Mitgliedsbeitrages.
(4)       Bei der Verweigerung der Aufnahme als ordentliches Mitglied kann sich der/die
            AufnahmewerberIn an die nächste Generalversammlung wenden, die über die           Aufnahme entgültig entscheidet.
 
 § 6  Beendigung der Mitgliedschaft
 
(1)       Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod (bei juristischen Personen durch Verlust der
            Rechtspersönlichkeit), durch freiwilligen Austritt oder durch Ausschluß. Desweiteren         endet die Mitgliedschaft von fördernden Mitgliedern durch Nichtbezahlung des          Mitgliedsbeitrages.
(2)       Der Austritt aus dem Verein steht jedem  Vereinsmitglied jederzeit durch eine einseitige
            schriftliche Kündigung an den Vorstand frei.
(3)       Der Vorstand ist berechtigt, Mitglieder, die den Vereinszweck schädigen, aus dem     Verein auszuschließen. Die ausgeschlossenen Mitglieder haben jedoch das Recht, gegen  den Ausschluß mit aufschiebender Wirkung Berufung bei der Generalversammlung  einzulegen, die über den Ausschluß entgültig entscheidet.
(4)       Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann aus den im Abs. 3 genannten Gründen
            von der Generalversammlung über Antrag des Vorstandes beschlossen werden.
 
§ 7   Rechte und Pflichten der Mitglieder
 
(1)       Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereines nach Maßgabe            der Bestimmungen dieser Statuten teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereines zu  beanspruchen.
(2)       Das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht      steht nur den ordentlichen und den Ehrenmitglieder zu.
(3)       Eine Übertragung von Rechten, insbesondere des Stimm- und Wahlrechtes, im Wege
            einer Bevollmächtigung ist nicht zulässig.
(4)       Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereines zu fördern; die
            Vereinsstatuten und die Beschlüsse der zuständigen Organe sind zu beachten.
 
§ 8   Vereinsorgane
 
(1)       Organe des Vereines sind die Generalversammlung, der Vorstand, die             RechnungsprüferInnen und das Schiedsgericht.
(2)       Die Funktion der Vereinsorgane erlischt durch
            a) Ablauf der Funktionsperiode
            b) Rücktritt
            c) Abwahl
            d) Erlöschen der Mitgliedschaft
(3)       Bei zeitweiliger Verhinderung oder bei Erlöschen der Funktion einer/eines      VereinsfunktionärIn tritt nur der/die gewählte StellvertreterIn an seine/ihre Stelle.
(4)       Jeder/jede VereinsfunktionärIn steht es frei, jederzeit durch eine schriftliche Erklärung             an den Vorstand zurückzutreten oder aus dem Verein auszutreten. Bei Rücktritt oder          Austritt des gesamten Vorstandes ist eine diesbezügliche Erklärung an die        Generalversammlung zu richten.
(5)       Trotz Rücktritt oder Erlöschen der Vereinsmitgliedschaft von Vorstandsmitgliedern
            besteht weiterhin ihre Berechtigung und Verpflichtung zur ordentlichen Führung der
            laufenden Geschäfte bis zur Neuwahl und die volle Verantwortlichkeit gegenüber dem
            Verein bis zur vollständigen Entlastung durch die Generalversammlung.
 
§ 9     Die Generalversammlung
 
            Teilnahme- und antragsberechtigt sind alle Vereinsmitglieder, stimm- und
            wahlberechtigt sind alle ordentlichen und die Ehrenmitglieder.
 
§ 10   Einberufung der Generalversammlung
 
(1)       Die Generalversammlung wird vom Vorstand einberufen.
(2)       Der Vorstand ist verpflichtet, die Generalversammlung zumindest einmal im                    Kalenderjahr einzuberufen.
(3)       Der Vorstand ist verpflichtet, die Generalversammlung binnen 10 Tagen zur Neuwahl
            einzuberufen, wenn ein geschäftsführendes Vorstandsmitglied ( Obfrau/Obmann,        SchriftführerIn oder KassierIn ) und ihre/seine gewählte StellvertreterIn oder beide RechnungsprüferInnen und ihr Ersatzmitglied  zurückgetreten sind oder ihre           Mitgliedschaft erloschen ist.
(4)       Der Vorstand ist verpflichtet, die Generalversammlung binnen 10 Tagen einzuberufen,
            wenn mindestens ein Zehntel der Vereinsmitglieder oder beide RechnungsprüferInnen           oder die Hälfte der Vorstandsmitglieder  schriftlich die Einberufung einer        Generalversammlung unter Bekanntgabe der vorgeschlagenen Tagesordnung   beantragen.
(5)       Die Einberufung hat mindestens 10 Tage vor dem festgesetzten Termin durch
            schriftliche Einladung aller Vereinsmitglieder unter Bekanntgabe der vorgeschlagenen
            Tagesordnung zu erfolgen, höchstens jedoch 20 Tage vorher.
 
 
 
§ 11   Geschäftsordnung der Generalversammlung
 
(1)       Den Vorsitz führt ein Vorstandsmitglied, das von der Generalversammlung zu         bestätigen ist.
(2)       Das Protokoll führt ein Vorstandsmitglied, das von der Generalversammlung als
            SchriftführerIn zu bestätigen ist.
(3)       Die vorgeschlagene Tagesordnung muß am Beginn der Generalversammlung zur
            Beschlußfassung vorgelegt werden. Jedes Vereinsmitglied kann die Aufnahme
            zusätzlicher Punkte in die Tagesordnung und die Änderung der Reihenfolge der
            Tagesordnungspunkte beantragen.Über diesen Antrag entscheidet die
            Generalversammlung.
(4)       Nach Behandlung aller Tagesordnungspunkte hat der/die Vorsitzende die
            Generalversammlung zu schließen.
(5)       Jedem Vereinsmitglied ist innerhalb von 20 Tagen eine Kopie des von der/dem           Obfrau/Obmann, von der SchriftführerIn und von einer RechnungsprüferIn     unterzeichneten Protokolls der Generalversammlung zu übermitteln.
 
 
 
§ 12   Beschlußfähigkeit der Generalversammlung
 
(1)       Die Generalversammlung ist bei Anwesenheit der Hälfte aller Vereinsmitglieder
            beschlußfähig.
(2)       Ist diese Anzahl nicht gegeben, so findet eine halbe Stunde später eine neue
            Generalversammlung mit derselben vorgeschlagenen Tagesordnung statt, deren
            Beschlußfähigkeit unabhängig von der Anzahl der anwesenden Vereinsmitglieder auf
            jeden Fall gegeben ist.
(3)       Die Beschlußfähigkeit wird zu Beginn festgestellt.
 
§ 13   Aufgaben der Generalversammlung
 
Der Generalversammlung ist vorbehalten:
 a)        die Entgegennahme und Genehmigung des Tätigkeitsberichtes des Vorstandes sowie        des Prüfungsberichtes der RechnungsprüferInnen
 b)        die Entlastung der Vorstandsmitglieder auf Grund des Prüfungsberichtes der
            RechnungsprüferInnen
 c)        die Wahl der Mitglieder des Vorstandes
 d)        die Wahl der zwei RechnungsprüferInnen und eines Ersatzmitgliedes
 e)        die Abwahl der von der Generalversammlung bestellten Organe
 f)        die Abberufung kooperierter Mitglieder des Vorstandes
 g)        die endgültige Entscheidung über die Aufnahme und den Ausschluß von
            Vereinsmitgliedern
 h)        die Erteilung von Weisungen an den Vorstand und die RechnungsprüferInnen
 i)         die Diskussion und Beschlußfassung über die auf der Tagesordnung stehende Fragen
 j)         die Beschlußfassung über die Änderung dieser Statuten
 k)        die Beschlußfassung über die Auflösung des Vereines
 
 
§ 14    Beschlußfassung der Generalversammlung
 
(1)      In der Regel erfolgen Abstimmungen offen und durch Aufstehen oder Handheben.Die
           Zählung besorgt die/der Vorsitzende oder von ihr/ihm dazu bestellte Mitglieder.
(2)       Auf Beschluß der Generalversammlung hat jedoch die Abstimmung geheim und/oder
            mit Stimmzetteln zu erfolgen. Die Stimmenauszählung besorgt eine von der
            Generalversammlung zu bestellende Kommission.
(3)      Die Stimmen werden nach Dafür- (Ja-) Stimmen und Dagegen - (Nein-) Stimmen
           gezählt. Nicht abgegebene Stimmen gelten als Stimmenthaltung.
(4)      Bei Abstimmungen mit Stimmzetteln zählen leere oder unverständlich ausgefüllte
           Stimmzetteln als Stimmenthaltung.
(5)      Die Beschlußfassung über die Änderung dieser Statuten erfordert eine 2/ 3 Mehrheit
           der abgegebenen Stimmen.
(6)      Die Beschlußfassung über die Auflösung des Vereines erfordert die Anwesenheit von
           mindestens der Hälfte aller Vereinsmitglieder auf einer eigens zu diesem Zweck
           einberufene Generalversammlung und eine 2/ 3 Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
(7)      Alle anderen Beschlüsse erfordern die unbedingte Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
(8)      Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt.
 
 
§ 15   Durchführung von Wahlen
 
(1)       Alle ordentlichen und die Ehrenmitglieder haben bei der Generalversammlung das       aktive und, bis auf die Mitglieder der Wahlkommission, das passive Wahlrecht.
(2)       Die Generalversammlung bestellt eine Wahlkommission von 3 Mitgliedern, die die
            Leitung und Durchführung der Wahlen übernimmt.
(3)       Die Wahl der Mitglieder des Vorstandes kann entweder einzeln, nach Funktion
            getrennt, oder - mit Genehmigung der Generalversammlung - durch Blockabstimmung
            vorgenommmen werden.
(4)       Die KandidatInnen haben sich vor der Wahl kurz vorzustellen.
(5)       Die Wahlen erfolgen geheim und schriftlich mit vorbereiteten Stimmzetteln.
(6)       Jede/r WählerIn kann soviele KandidatInnen auf dem Stimmzettel anführen, als   Funktionen zu besetzen sind. Ein/e KandidatIn kann jedoch auf dem Stimmzettel nur        einmal angeführt werden.
(7)       Leere oder unverständlich ausgefüllte Stimmzettel sind ungültig.
(8)       Als gewählt gelten jene KandidatInnen , die die unbedingte Mehrheit der abgegebenen
            Stimmen auf sich vereinen.
(9)       Erhält bei der Besetzung einer Funktion kein/e KandidatIn die unbedingte Mehrheit , so ist zwischen den beiden stimmenstärksten KandidatInnen eine Stichwahl           durchzuführen.Ergibt sich auch hiemit keine Stimmenmehrheit, so entscheidet das Los. Bei der Wahl der beiden RechnungsprüferInnen wäre eine Stichwahl sinngemäß             zwischen den drei stimmenstärksten KandidatInnen durchzuführen; die/der KandidatIn    mit der dritthöchsten Stimmenanzahl fungiert automatisch als Ersatzmitglied.
(10)    Die Abwahl eines von der Generalversammlung bestellten Organes ist ebenfalls unter
            Anwendung des hier festgelegten Wahlverfahrens durchzuführen und erfordert  2/ 3
            Mehrheit der abgegebenen  gültigen Stimmen.
 
§ 16 Der Vorstand
 
(1) Der Vorstand ist das den Verein leitende Organ. Er besteht aus mindestens 3, höchstens jedoch 12 Vereinsmitgliedern, und zwar aus der/dem Obfrau/Obmann, der/dem SchriftführerIn und der/dem KassierIn, sowie bis zu 9 weiteren Vereinsmitgliedern, unter denen die Generalversammlung bei Bedarf StellvertreterInnen der/des Obfrau/Obmannes, der(des) Schriftführers/Schriftführerin und/oder des/der Kassiers/Kassierin bestellen kann.
 
§ 17    Geschäftsordnung des Vorstandes
 
(1)      Der Vorstand kann von jedem seiner Mitglieder mündlich oder schriftlich zu einer
            Sitzung einberufen werden.
(2)       Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn alle Vorstandsmitglieder von Ort und Zeit der
           Sitzung verständigt wurden und mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder
           anwesend sind.
(3)      Der Vorstand faßt seine Beschlüsse mit unbedingter Stimmenmehrheit. Bei
           Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt.
(4)      Den Vorsitz bei Sitzungen des Vorstandes führen seine Mitglieder jeweils in
           alphabetischer Reihenfolge.
(5)       Das Protokoll bei Sitzungen des Vorstandes führen seine Mitglieder jeweils in
            alphabetischer Reihenfolge.
(6)       Die RechnungsprüferInnen sind von Vorstandssitzungen zu verständigen und haben das
            Recht, an diesen mit beratender Stimme teilzunehmen.
 
 § 18   Aufgaben des Vorstandes
 
 Dem Vorstand obliegt
 a)        die organisatorische Leitung des Vereines
 b)        die Führung der laufenden Geschäfte
 c)        die Vertretung der Interessen von politisch verfolgten AusländerInnen
 d)        die Koordinierung der Arbeit von Asyl in Not
 e)        die Delegierung von Mitgliedern in Gremien und Organisationen, die gleiche oder
            ähnliche Zwecke verfolgen wie dieser Verein
 f)        die Einberufung, Vorbereitung und Leitung der Generalversammlung
 g)        die Abfassung von Informations- Tätigkeits- und Rechenschaftsberichten     
 h)        die Befolgung und Durchführung von Beschlüssen und Weisungen der
            Generalversammlung
 i)         die Verwaltung des Vereinsvermögens
 j)         die Erstellung des Budgetvoranschlages und des Rechnungsabschlusses
 k)        die Regelung von Vorstößen gegen diese Statuten und gegen Beschlüsse und
            Weisungen der Generalversammlung, soweit sie nicht in die Kompetenz der
            RechnungsprüferInnen oder des Schiedsgericht fällt
 l)         die Entscheidung über Aufnahme von ordentlichen und Ausschluß von ordentlichen und fördernden Mitgliedern
 m)       die Erledigung aller anderen Vereinsangelegenheiten, soweit sie nicht ausdrücklich
            anderen Organen vorbehalten sind
 
 
§ 19    Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder
 
(1)      Der Obfrau/dem Obmann obliegt die Vertretung des Vereines nach außen, gegenüber Behörden und dritten Personen. Sie/er ist für die Beachtung der Statuten sowie für den Vollzug der Beschlüsse und Weisungen der Generalversammlung und für die Erfüllung der den Verein betreffenden Verpflichtungen verantwortlich.
(2)       Die/der SchriftführerIn hat die Obfrau/der Obmann bei der Führung der Vereinsgeschäfte zu unterstützen und ist für die Geschäfte des Vereinsarchives verantwortlich.
(3)      Die/der KassierIn besorgt die finanziellen Angelegenheiten und ist für die ordnungsgemäße Gebarung des Vereines verantwortlich.
(4)       Schriftliche Ausfertigungen des Vereines, insbesondere den Verein verpflichtende Urkunden, sind von der Obfrau/dem Obmann und von der/dem SchriftführerIn, sofern sie jedoch Geldangelegenheiten betreffen, von der Obfrau/dem Obmann und von der/dem KassierIn gemeinsam zu unterfertigen. Finanzentscheidungen bis zu einem Betrag von 5000 Euro können von Obfrau/Obmann oder KassierIn alleine getroffen und unterfertigt werden.
(5)       Im Falle der Verhinderung treten an die Stelle der Obfrau/des Obmannes, der/des SchriftführerIn und der/des KassierIn ihre StellvertreterInnen.
(6)       Unbeschadet der Bestimmungen des § 17 ist bei Gefahr in Verzug jedes Vorstandsmitglied berechtigt und verpflichtet, alles zum Besten des Vereines Erforderliche vorzunehmen.
(7)       Bezüglich der Punkte, in denen der scheidende Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder nicht entlastet wurden, bleibt er auch nach der Wahl des neuen Vorstandes für die befriedigende Klärung aller Unregelmäßigkeiten verantwortlich.
(8)       Die Mitglieder des Vorstandes erhalten für diese Tätigkeit keine Vergütung oder sonstige Zuwendung; ein Ersatz für allfällige Aufwendungen sowie das Entgelt für sonstige Tätigkeiten für den Verein dürfen nicht unangemessen hoch sein.
 
§ 20     Die RechnungsprüferInnen
 
(1)       Die zwei RechnungsprüferInnen sowie ein Ersatzmitglied werden von der Generalversammlung nach dem im § 15 festgelegten Wahlverfahren für ein Jahr gewählt.
(2)       Den RechnungsprüferInnen obliegt sowohl einzeln als auch kollektiv
            a) die laufende Geschäftskontrolle
            b) die Kontrolle der Befolgung und Durchführung der Beschlüsse und Weisungen der Generalversammlung
            c) die Überprüfung der finanziellen Gebarung des Vereines in formeller und materieller Hinsicht.
(3)       Zu diesem Zweck haben die RechnungsprüferInnen das Recht, an Vorstandssitzungen mit beratender Stimme teilzunehmen, und es ist ihnen jederzeit Einblick in alle für die ordnungsgemäße Prüfung erforderlichen Unterlagen und Protokolle zu gewähren.
(4)       Die Häufigkeit der Überprüfung liegt im Ermessen der RechnungsprüferInnen; es muß aber mindestens einmal im Kalenderjahr eine Kontrolle erfolgen.
(5)       Bei Unregelmäßigkeiten sind die RechnungsprüferInnen verpflichtet, die Vereinsmitglieder davon zu informieren.
(6)       Bei schweren Verstößen können die RechnungsprüferInnen vom Vorstand die Einberufung der Generalversammlung verlangen.
(7)       Die RechnungsprüferInnen haben im Rahmen ihres Prüfungsberichtes der Generalversammlung über das Ergebnis ihrer Überprüfung zu berichten.
 
§ 21     Das Schiedsgericht
 
(1)       In allen Streitigkeiten aus dem Vereinsverhältnis sowohl zwischen Organen des Vereines und einzelnen Mitgliedern als auch zwischen letzteren untereinander entscheidet das Schiedsgericht.
(2)       Das Schiedsgericht wird in der Weise zusammengesetzt, daß jeder Streitteil zwei Vereinsmitglieder zu SchiedsrichterInnen wählt, welche ein fünftes Vereinsmitglied zur/zum Vorsitzenden des Schiedsgerichtes wählen. Kommt über die Wahl der/des Vorsitzenden keine Einigung zustande, so entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
(3)       Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit unbedingter Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der Vorsitzenden.
(4)       Das Schiedsgericht entscheidet, ohne an andere Normen als diese Vereinsstatuten gebunden zu sein, nach bestem Wissen und Gewissen.
(5)       Beide Streitteile haben das Recht, gegen die Entscheidung des Schiedsgerichtes ohne aufschiebende Wirkung Berufung bei der nächsten Generalversammlung einzulegen. Die Berufung ist innerhalb von 10 Tagen nach der Entscheidung des Schiedsgerichtes beim Vorstand einzubringen, der sie der nächsten Generalversammlung zur endgültigen Entscheidung vorzulegen hat.
 
§ 22     Auflösung des Vereines
 
(1)       Der Verein ist als aufgelöst zu betrachten, sobald die Auflösung des Vereines mit 2/ 3 Mehrheit der abgegebenen Stimmen bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte aller Vereinsmitglieder auf einer eigens zu diesem Zweck einberufenen Generalversammlung beschlossen wird.
(2)       Bei einer freiwilligen Selbstauflösung des Vereines geht der unverbrauchte Teil der Subventionen an die Subventionsgeber zurück.
(3)       Im Falle der freiwilligen Auflösung, bei behördlicher Aufhebung des Vereins, sowie auch bei Wegfall des bisher begünstigten Vereinszweckes ist das verbleibende Vereinsvermögen ausschließlich und unmittelbar für spendenbegünstigte Zwecke im Sinne des § 4a Abs 2 Z 3a EstG zu verwenden.     
 
 
 
 
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