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Preisträger der Dr. Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte (1991)

Michael Genner, Obmann von Asyl in Not, ist Preisträger der Österreichischen Liga für Menschenrechte (2011) für besonders couragierte Verdienste zur Umsetzung des Menschenrechts auf Asyl.


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Währinger Straße 59/2/1
1090 Wien

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Mo. von 9 bis 15 Uhr

Telefonische Auskünfte:
Mo. bis Fr. von 10 bis 12 Uhr

 

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Wer ist Zehra Doğan?

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Zehra Dogan ist 1989 in Diyarbakir/Amed geboren.

Sie studierte Künstlerisches Lehramt - Malerei an der Dicle Universität in Diyarbakir und wurde zu einer der Gründerinnen der ersten Frauennachrichtenagentur in der Türkei, der JINHA.
Sie arbeitete für JINHA von 2010 bis 2016, bis JINHA per Dekret unter dem Ausnahmezustand aufgelassen wurde.



Während dieser Jahre wurde Zehra Doğan viel Anerkennung zuteil. Sie bekam sie einige Preise, inkl. des Metin Göktepe Journalismuspreis, eine der anerkanntesten journalistischen Auszeichnungen in der Türkei.

Während des Kriegs im Irak und in Syrien fuhr sie ins Kriegsgebiet und berichtete sie vor Ort von beiden Ländern und wurde zu einer der ersten Journalistinnen, die mit yezidischen Frauen gesprochen hat, die von der Sklaverei der ISIS im Nordirak befreit wurden. Über Nacht wurde sie zur Kriegsberichterstatterin.
Nachdem die Gefechte zwischen der Türkei und der PKK begannen, reiste sie nach Cizre und Nusaybin, zu den Städten, wo heftige Gefechte erlebt wurden und berichtete von den Ereignissen dort.
Einen Tag, nachdem sie Nusaybin verlassen hat, wurde sie im Juli 2016 in Mardin festgenommen und inhaftiert. Sie wurde für 5 Monate in Untersuchungshaft gesteckt und in ihrer ersten Gerichtshandlung in Dezember 2016 unter Kontrollpflicht freigelassen.

Wegen eines Presseartikels und eines Gemäldes wurde Zehra Doğan für “terroristische Propaganda” im März 2017 zu 2 Jahren 9 Monate und 22 Tage verurteilt.
Das Obergericht bestätigte das Urteil im Juli 2017 und vollstreckte die Haftstrafe. Seither sitzt Zehra Doğan im Gefängnis.

Sie kann nur mit Ihrer Hilfe befreit werden. Ihr Fall wird beim Verfassungsgerichtshof untersucht, aber diese Entscheidung kann über Jahre verschoben werden, wenn es nicht genügend öffentlichen Druck gibt, da die Gerichte seit dem unerfolgreichen Putschversuch 2016 extrem ausgelastet sind.

Zehras Arbeiten wurden im August 2016 in Frankreich ausgestellt, während sie im Gefängnis war.
Anfang 2017, vor der erneuten Verurteilung, stellte sie selbst ihre Gemälde aus der Gefängnisperiode in Diyarbakir mit dem Titel „141“ aus. Der Titel war ein Hinweis auf die Anzahl der Tage, die sie im Gefängnis verbrachte.
Dieses Jahr werden die Arbeiten aus diesen 141 Tagen und die Gemälden, die sie bis zu ihrer wiederholten Inhaftierung schuf, in Europa ausgestellt.
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